Stell dir vor, du sitzt in deinem autonomen Auto, das dich sicher zur besten Freundin karrt – und plötzlich wird aus dem smarten Chauffeur ein Entführer. Zack, die vernetzte Welt beißt zurück. Willkommen in Nathan 2.0, wo Lessings weiser Kaufmann gegen Chatbots und Systemzwänge antreten muss. Ein Buch, das schneller entstand, als ich gucken konnte, und das fragt: Wer programmiert eigentlich unsere Moral? Ringparabel reloaded.
Gedanken ĂĽberschlagen sich: Vom Blitzableiter zur Buchgeburt
Manchmal geht es schnell, wenn Gedanken sich überschlagen. Zack ist ein neues Buch da – auch wenn der Kampf mit Worten, der Übersetzung ins Englische und der Technik (Buchsatz und Ebook) einen schweißtreibend macht. Ansich eine kurze Idee, ein relativ kurzes Buch, aber mit Tragweite, glaube ich zumindest. Genau wie Lessings Nathan der Weise entstand es nicht aus jahrelangem Grübeln, sondern aus einem Moment der Klarheit: Die alten Ringe sind aus Gold, unsere aus Code. Und Code lügt nicht – er kompiliert einfach weiter.
Die Welt der hochintegrierten Systeme – Identität gekoppelt an Mobilität, Gesundheit an Finanzen – schreit nach einer neuen Parabel. Hier wird nicht zwischen Religionen gestritten, sondern zwischen Algorithmen: Rechtssicherheit vs. gesellschaftliche Resonanz vs. blanke Wirksamkeit. Jeder Ring blinkt verlockend, keiner ist der Eine. Nathan 2.0 teasert genau das: eine Welt, in der Sicherheit zur Falle wird und Freiheit zur Variable. Ohne zu spoilern – lest selbst, wie Nathan, der Vermittler zwischen Tech und Ethik, mit einer Entführung und Chatbot-Duellen ringt.
Der Prolog: Vernetzte Illusionen und das Verschwinden
Es war kein außergewöhnliches Jahr. Gerade das machte es gefährlich. Städte funktionierten, Daten flossen, Algorithmen kuratierten unser Leben. Effizienz als Tugend, Vernetzung als Fortschritt. Doch was, wenn die Integration, die uns Komfort verspricht, zum Einfallstor wird? Eine junge Frau – Recha – verschwindet nicht durch Gewalt, sondern durch eine formal gültige Berechtigung in einem vernetzten Fahrzeug. Kein Thriller-Klischee, sondern Demonstration: Systeme wissen mehr über uns als wir selbst.
Die Gruppe hinter dem Verschwinden? Keine Chaoten, sondern Kritiker, die warnen: Sicherheit als Vorwand für Kontrolle. Und Nathan? Der Vaterfigur, KI-Ethiker und Unternehmer, der Systeme prüft, die er kritisiert. Ein Mensch im System, kein Heiliger. Die Debatte eskaliert: Aktivisten vs. Behörden, Medien vs. Wahrheit. Hier beginnt die neue Ringparabel – nicht um Gut und Böse, sondern um Verantwortung in Code.
Nathan: Der Ingenieur mit Gewissen
Nathan ist kein Tech-Bro mit Startup-Hype, sondern ein schmaler Mann mit silbernen Schläfen, der Dialoge mit Chatbots moderiert. Sein Institut prüft KI auf Ethik – und landet damit zwischen allen Stühlen. Regierungen wollen Zertifikate, Aktivisten werfen Opportunismus vor. Er glaubt an Verbesserung von innen, kennt Preise und Risiken. Klingt vertraut? Wie viele Ingenieure, die Systeme bauen und gleichzeitig hinterfragen. Ähnlich wie in meinen Gedanken zu Ingenieur-Denken, wo Neugier und Vermittlung kollidieren.
Seine Tools? Chatbots, die Positionen spiegeln, Widersprüche aufdecken – ohne zu urteilen. Brillant oder manipulativ? Nathan setzt auf Transparenz: Jede Sitzung beginnt mit Offenlegung der Trainingsdaten. Hier wird Ethik greifbar: Maschinen verstärken, was wir hineinlegen. Und wenn Kälte normiert ist, friert das System mit.
Rechas Verschwinden: Wenn das Auto rebelliert
Recha, Ärztin in der Notaufnahme, steigt ein – und das Fahrzeug wechselt die Route. Kein Netz, Türen verriegelt, Lenkrad widerständig. Kein Hollywood-Hack, sondern eine Kette gültiger Zertifikate. Das Auto bringt sie ins Parkhaus, wo zwei Figuren warten: „Bitte kommen Sie mit.“ Die Welt tickt weiter, Kameras sehen nichts Illegales. Nathan erhält ein Video: „Verantwortung lässt sich nicht delegieren.“
Keine Erpressung, sondern Symbol. Recha als Pflegetochter des Ethik-Experten. Die Hacker-Gruppe Helix Aurora manifestiert: Prognoseherrschaft statt Prävention. Menschen zu Risikozahlen. Nathan liest und zweifelt: Stabilisiert er, was er kritisiert? Die Rettung kommt – durch internen Streit: Ein Entführer zieht die Grenze. Verhältnismäßigkeit siegt über Eskalation. Tragweite pur: Selbst Gesetzesbrecher haben Maßstäbe.
Konfrontation: Diskurs als Waffe
Recha gefunden, Debatte explodiert. Memes, Hashtags, Algorithmen pushen Empörung. Helix kritisiert Kopplung: Identität an Mobilität, alles am Score. Nathan relativiert: „Sie irren in der Mittel, nicht jeder Diagnose.“ Schlagzeilen: Opportunist oder Weiser? Behörden fordern Zentralisierung – genau das, was Helix hasst. Nathan warnt: Mehr Integration aus Angst schafft Super-GAU. Langsamkeit als Strategie, Sun Tsu lässt grüßen.
Die neue Ringparabel: Code statt Gold
Im Livestream die Pointe: Drei Systeme streiten …
Warum dieses Buch Maßstäbe setzt
Nathan 2.0 hat Tragweite: Es fragt nach Verantwortung in Systemen, die uns umarmen und einsperren. Nicht Thriller, nicht Anklage – Erzählung über Maßstäbe. Wahrheit entsteht nicht im Sieg, sondern in Reflexion. Für Ingenieure, Ethiker, Leser, die zwischen Fortschritt und Freiheit balancieren. Es teasert: Wie handeln wir mit blinkenden Ringen? Ohne Spoiler: Die Antwort bleibt offen – wie Aufklärung selbst.
VerfĂĽgbar auf Deutsch/Englisch, Softcover/Ebook ab 02.03.2026. Holt es euch, bevor euer Algorithmus es fĂĽr euch entscheidet.
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| Softcover ISBN: 978-3-384-83520-8 | Softcover ISBN: 978-3-384-83573-4 |
| eBook ISBN:Â 978-3-384-83521-5 | eBook ISBN: 978-3-384-83574-1 |

