<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lyrik Archive - Textkaleidoskop</title>
	<atom:link href="https://textkaleidoskop.de/category/lyrik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://textkaleidoskop.de/category/lyrik/</link>
	<description>Sprache, Sinn &#38; Schnittstellen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Nov 2025 12:29:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://textkaleidoskop.de/wp-content/uploads/2025/10/cropped-Avatar_White-32x32.png</url>
	<title>Lyrik Archive - Textkaleidoskop</title>
	<link>https://textkaleidoskop.de/category/lyrik/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">249538746</site>	<item>
		<title>Der Rat</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-rat</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 07:45:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=174</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es kommt ein Rat, ganz ungefragt, und weis natürlich alles besser! Da fühlt es sich im Herzen an, wie ein scharf geschliff’nes Messer. Da liegt es nun, kalt und blutig tropfend vor den Füßen, rot blitzend, klagend gar, Ratgeber, du musst büßen! Was gut gemeint ist, ist oft schlecht getroffen, manches bleibt besser ungesagt, manche ... <a title="Der Rat" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/" aria-label="Mehr Informationen über Der Rat">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/">Der Rat</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem">
<p>Es kommt ein Rat, ganz ungefragt,<br />
und weis natürlich alles besser!<br />
Da fühlt es sich im Herzen an,<br />
wie ein scharf geschliff’nes Messer.</p>
<p>Da liegt es nun, kalt und<br />
blutig tropfend vor den Füßen,<br />
rot blitzend, klagend gar,<br />
Ratgeber, du musst büßen!</p>
<p>Was gut gemeint ist,<br />
ist oft schlecht getroffen,<br />
manches bleibt besser ungesagt,<br />
manche Fragen lieber offen.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist bezeichnend, wie leicht ein einzelner Satz die feine Membran zwischen Nähe und Distanz durchschneidet. „Gut gemeint“ ist selten „gut gemacht“. Der spontane Rat – meist ehrlich, oft belehrend – übersieht, dass Worte Klingen tragen. Schärfe, Richtung, Tiefe. Und so wird Hilfe schnell zur Wunde.</p>
<p>Vielleicht liegt die Kunst des Miteinanders nicht im Sprechen, sondern im Aushalten. In der Erkenntnis, dass nicht jedes Problem eine Antwort braucht, und nicht jede Stille Desinteresse bedeutet. Der wahre Rat ist jener, der nur dann gegeben wird, wenn Schweigen keine Option mehr ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/">Der Rat</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-rat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">174</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Gesellschaft</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-spatz</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2025 07:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=140</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dem Spatz sind Spatzen ein Genuss, dem Mensch oft Menschen Überdruss. So liegt es scheinbar an der Art, ob man Seinesgleichen um sich schart. Das gleich ist gleich, man glaubt es gern, steht gewiss auf einem andern Stern. So ist’s statt Darwin ein Herr Freud, ob man Menschen liebet oder scheut. &#160; Der Spatz kennt ... <a title="Gesellschaft" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/" aria-label="Mehr Informationen über Gesellschaft">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/">Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem">
<p>Dem Spatz sind Spatzen ein Genuss,<br />
dem Mensch oft Menschen Überdruss.<br />
So liegt es scheinbar an der Art,<br />
ob man Seinesgleichen um sich schart.</p>
<p>Das gleich ist gleich, man glaubt es gern,<br />
steht gewiss auf einem andern Stern.<br />
So ist’s statt Darwin ein Herr Freud,<br />
ob man Menschen liebet oder scheut.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Spatz kennt kein Ego. Er flattert, sucht, pickt – Gemeinschaft als Lebensform, nicht als Konzept. Der Mensch hingegen reflektiert sich aus der Herde hinaus, bis er allein dasteht und „Individualität“ ruft. Vielleicht ist das schon der Anfang vom Überdruss.</p>
<p>Freud würde nicken, Darwin seufzen. Zwischen Trieb und Anpassung sitzt der Mensch mit Kaffeebecher und Filterblase, überzeugt, dass Gleichheit langweilig und Anderssein klüger klingt. Doch in Wahrheit sind wir alle nur soziale Spatzen mit zu viel Innenleben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/">Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/der-spatz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">140</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Nachts</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=nachts</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 07:45:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=135</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachts, wenn man ganz leise ist, kann man die Schritte der Gedanken hören, wie sie im Rhythmus eines vergangenen Tages ihre Kreise ziehen. Mal schwer schlurfend, mal leichtfüßig tänzelnd, mal zum Blues, mal zum Lied. Nachts, wenn man durch die geschlossenen Lider schaut, auf die Spuren im verronnenen Sand, dem Sand des Stundenglases, aufgetürmt zur ... <a title="Nachts" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/" aria-label="Mehr Informationen über Nachts">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/">Nachts</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem"><p>
Nachts, wenn man ganz leise ist,<br />
kann man die Schritte<br />
der Gedanken hören,<br />
wie sie im Rhythmus<br />
eines vergangenen Tages<br />
ihre Kreise ziehen.</p>
<p>Mal schwer schlurfend,<br />
mal leichtfüßig tänzelnd,<br />
mal zum Blues,<br />
mal zum Lied.</p>
<p>Nachts, wenn man durch die<br />
geschlossenen Lider schaut,<br />
auf die Spuren im verronnenen Sand,<br />
dem Sand des Stundenglases,<br />
aufgetürmt zur Düne ohne Festigkeit,<br />
rinnend bei den leisesten Wimpernschlag.</p>
<p>Mal sieht man Stunden,<br />
mal sieht man Sekunden,<br />
mal mit Bedeutung,<br />
mal ohne jeden Sinn.</p>
<p>Nachts, wenn man durch seine Adern fließt,<br />
die Härchen auf der Haut dem Puls folgen,<br />
den Druck des alten Tages spüren lassen,<br />
die Kälte zwischen Feinden,<br />
die Hitze zwischen Liebenden,<br />
den Wind der Eile<br />
und der Schmerz aus Verletzungen.</p>
<p>Man spürt es steicheln,<br />
man spürt es prickeln,<br />
mal unheimlich sanft,<br />
mal mit purer Gewalt.</p>
<p>Nachts, wenn die Gedanken kreisen,<br />
die man nicht löschen kann,<br />
verdichten sie sich zu kleinen Lichtern,<br />
in deren Schein die Kreativität gedeiht,<br />
in deren Hitze das Schwere verbrennt,<br />
vor deren Flammen die Geister fliehen.
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Nacht ist kein Ende, sondern ein Verstärker. Wenn alles andere schweigt, reden die Gedanken lauter, als sie sollten. Manche treten auf Zehenspitzen, andere marschieren im Takt der Schuld, der Sehnsucht oder eines vergessenen Gesprächs.</p>
<p>Vielleicht brauchen wir diese Dunkelheit, um zu sehen, was tagsüber überblendet wird. In ihr vermischen sich Haut, Herz und Hirn zu einer Synästhesie aus Erinnerung und Möglichkeit. Schlaf ist dabei nur das Theater, in dem das Publikum selbst spielt – flüsternd, kreisend, funkelnd.</p>
<p>Und irgendwo zwischen Düne und Gehirnwindung entsteht ein Licht, das kein Morgen löschen kann: Kreativität – geboren aus dem leisen Chaos der Nacht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/">Nachts</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/nachts/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">135</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Diagnose</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=diagnose</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 07:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=132</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es feuern die Neuronen Gedanken durch den Raum, zahlreich so wie Blätter, am sommerlichen Espenbaum. Sie rascheln, wispern, diskutieren, alle Themen einfach durcheinand’, als gäb’ es was zu motivieren, was eben noch die Neugier fand. Stimmen reden durcheinander, mal kontra, manchmal pro, werfen sich Aspekte zu, und Schlüsse sowieso. Es kostet Kraft sie zu durchdringen, ... <a title="Diagnose" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/" aria-label="Mehr Informationen über Diagnose">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/">Diagnose</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem"><p>
Es feuern die Neuronen<br />
Gedanken durch den Raum,<br />
zahlreich so wie Blätter,<br />
am sommerlichen Espenbaum.</p>
<p>Sie rascheln, wispern, diskutieren,<br />
alle Themen einfach durcheinand’,<br />
als gäb’ es was zu motivieren,<br />
was eben noch die Neugier fand.</p>
<p>Stimmen reden durcheinander,<br />
mal kontra, manchmal pro,<br />
werfen sich Aspekte zu,<br />
und Schlüsse sowieso.</p>
<p>Es kostet Kraft sie zu durchdringen,<br />
zu sortieren, zu wichten ob groß, ob klein,<br />
zu finden eine rote Schnur,<br />
um gedanklich sich zu freien.</p>
<p>Pausen sind nichts für mein Denken,<br />
haben wir noch nie gemacht,<br />
Infos sammeln sich in Senken,<br />
tagsüber oder in der Nacht.
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manchmal wirkt Denken wie ein ungebetener Algorithmus: selbstlernend, unaufhörlich, schwer zu stoppen. Die Neuronen feuern, wie sie wollen – und der Kopf spielt Dispatcher im eigenen Chaos. Ordnung ist ein Sehnsuchtsort, kein Zustand.</p>
<p>Vielleicht ist dieses neuronale Rauschen gar keine Störung, sondern der Ursprung kreativer Energie. Gedanken sind ungeduldig, wollen laufen, kollidieren, tanzen. Und vielleicht liegt die Kunst nicht im Sortieren, sondern im Aushalten. Denn Schweigen im Kopf ist keine Stille, sondern eine fehlende Frequenz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/">Diagnose</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/diagnose/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">132</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Worte</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=worte</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 07:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=130</guid>

					<description><![CDATA[<p>Worte sind gar instabil, wenn unbedacht verwendet, Werden schnell zum Projektil, Was Gutes dann beendet. Worte sind wie Schall und Rauch, nimmt man sie gar nicht wahr, gesprochen oder geschrieben auch, verloren sind sie immerdar. Wörter haben Bleies Schwere, nimmt man sie gar zu klar, Bedeutung ist oft reine Leere, erschlagen trotzdem, was da war. ... <a title="Worte" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/" aria-label="Mehr Informationen über Worte">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/">Worte</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem"><p>
Worte sind gar instabil,<br />
wenn unbedacht verwendet,<br />
Werden schnell zum Projektil,<br />
Was Gutes dann beendet.</p>
<p>Worte sind wie Schall und Rauch,<br />
nimmt man sie gar nicht wahr,<br />
gesprochen oder geschrieben auch,<br />
verloren sind sie immerdar.</p>
<p>Wörter haben Bleies Schwere,<br />
nimmt man sie gar zu klar,<br />
Bedeutung ist oft reine Leere,<br />
erschlagen trotzdem, was da war.</p>
<p>Worte sind wie Medizin,<br />
empathisch aufgetragen,<br />
legen sich auf Wunden,<br />
mit Kraft aus alten Tagen.</p>
<p>Worte sind wie ein Wasserfall,<br />
wenn Sprecher dazu neigen,<br />
doch Stille braucht man immer mal,<br />
lasst uns gemeinsam schweigen.
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manchmal sind Worte wie eine schlecht kalibrierte Maschine: Sie meinen es gut, doch laufen im falschen Moment heiß. Zwischen Projektil und Pflaster, zwischen Illusion und Heilung changiert die Sprache, wie sie will. Vielleicht ist das ihr größter Reiz – und unsere größte Gefahr. Wer schreibt, trägt Verantwortung, auch wenn der Leser längst weitergescrollt hat.<br />
Worte verbinden, trennen, zersetzen, restaurieren. Sie sind chemisch gesehen flüchtig, emotional gesehen Sprengstoff. Vielleicht braucht es mehr Pausen als Sätze. Mehr Schweigen, damit wieder hörbar wird, was gemeint war.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/">Worte</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/worte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">130</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Altern</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=altern</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=127</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim Altern wär’s so wie mit dem Wein, der besser wird, mit all den Jahren. Doch glaub ich nach und nach, dem ist nicht so, mit grauen Haaren. Altern scheint mir mehr, als füllt man manchen Speicher, entleert hingegen andre gar und macht die Knie nur weicher. Altern soll ’ne Gnade sein, und ist’s bestimmt ... <a title="Altern" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/" aria-label="Mehr Informationen über Altern">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/">Altern</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem"><p>Beim Altern wär’s so wie mit dem Wein,<br />
der besser wird, mit all den Jahren.<br />
Doch glaub ich nach und nach,<br />
dem ist nicht so, mit grauen Haaren.</p>
<p>Altern scheint mir mehr,<br />
als füllt man manchen Speicher,<br />
entleert hingegen andre gar<br />
und macht die Knie nur weicher.</p>
<p>Altern soll ’ne Gnade sein,<br />
und ist’s bestimmt auch manchen,<br />
für andre ist’s Herzlosigkeit,<br />
muss man in Qualen wachen.</p>
<p>Das Gleichnis Wein, es stimmt vielleicht!<br />
Lässt uns das Beste hoffen,<br />
am End’ könnt’s manchmal sauer sein,<br />
lässt man die Flasche offen.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Altwerden ist die einzige Zukunft, die wir alle teilen – und doch fürchten wir sie wie eine Fremdsprache ohne Übersetzer. Zwischen Gnade und Qual liegt das Menschliche: die Reibung zwischen dem, was vergeht, und dem, was bleibt – Erfahrung, Erinnerung, vielleicht ein guter Schluck Mut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/">Altern</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/altern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">127</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Schlaflos im Olymp</title>
		<link>https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schlaflos-im-olymp</link>
					<comments>https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 07:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://textkaleidoskop.de/?p=119</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mutter Nyx konnt’ es nicht erahnen, dass ihr ganzer Stamm, an der Tochter von Titanen, schier nur verzweifeln kann. In Frau Selenes hellem Lichte, ist Hypnos ganze Kraft zu Nichte. Damit er trotzdem wieder lacht, hilft nur des Bacchus’ feiner Saft. Dann schickt Sohn Morpheus seine Brüder in des Müden Kämmerlein, und lässt Phantastos fleißig ... <a title="Schlaflos im Olymp" class="read-more" href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/" aria-label="Mehr Informationen über Schlaflos im Olymp">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/">Schlaflos im Olymp</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="poem"><p>Mutter Nyx konnt’ es nicht erahnen,<br />
dass ihr ganzer Stamm,<br />
an der Tochter von Titanen,<br />
schier nur verzweifeln kann.</p>
<p>In Frau Selenes hellem Lichte,<br />
ist Hypnos ganze Kraft zu Nichte.<br />
Damit er trotzdem wieder lacht,<br />
hilft nur des Bacchus’ feiner Saft.</p>
<p>Dann schickt Sohn Morpheus seine Brüder<br />
in des Müden Kämmerlein,<br />
und lässt Phantastos fleißig weben,<br />
ein schönes Nachthemdlein.</p>
<p>Nur vor Übermaß mag man sich hüten,<br />
sonst treibt Phobetor manch hässlich Blüten.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manchmal liege ich nachts wach, und die Gedanken fliegen wie ein wildes Feuerwerk durch meinen Kopf. Schlaf? Fehlanzeige. In solchen Nächten hilft nur, die Gedanken wortwörtlich zu fassen und auf Papier zu bringen – wie eine Rettungsleine inmitten des Gedankengewitters. Dieses Gedicht spiegelt genau diese nächtliche Zerrissenheit: Zwischen Nyx’ Dunkelheit und Bacchus’ trunkenem Trost tanzt Morpheus mit den Träumen – und ich mitten drin, im Rausch der Gedanken, die einfach raus müssen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/">Schlaflos im Olymp</a> erschien zuerst auf <a href="https://textkaleidoskop.de">Textkaleidoskop</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://textkaleidoskop.de/lyrik/schlaflos-im-olymp/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">119</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
